Home

Text und Konzeption

Theater

Wege und Umwege

Foto: Peter Empl

Grundlagen des Theaterspiels
Ein Seminar für Spieler und Regisseure im Amateurtheater

Das Seminar wendet sich an alle, die im Amateur- und Laientheater aktiv sind - ob mit oder ohne Spielerfahrung. Ich habe es inzwischen mehrmals im Rahmen des Ausbildungsprogramms des Amateurtheaterverbandes Baden-Württemberg durchgeführt.

Ziele: Das Seminar vermittelt durch erfahrensorientierte Spiele, Übungen und Versuche, begleitet von Gesprächen und Erläuterungen, eine genauere Kenntnis der Grundlagen des Theaterspiels. Besonderer Wert wird dabei darauf gelegt, dass die dabei entwickelten Techniken und Einsichten von den Teilnehmern auf ihre eigene Theaterpraxis in den heimischen Gruppen übertragbar sind. Damit hilft das Seminar dabei, spannendere und differenziertere Aufführungen auf die Bühne zu stellen.

Ansatz: Die Inhalte des Seminars ergeben sich aus den häufig zu beobachtenden Defiziten von Amateur- und Schultheater-Aufführungen wie z.B. Handlungsarmut, spannungsarme Bilder, "flaches" Spiel, bloße Illustration des Textes usw. Diese Defizite lassen sich durch den bewussteren Einsatz der dramatischen Gestaltungsmittel ausgleichen.

Inhalte: Das Seminar beschäftigt sich v.a. mit den Themen:

  • Text und Subtext

    Diese zentrale Unterscheidung ist Ausgangspunkt für alle weiteren Überlegungen: Das Geschehen auf der Bühne, Handlung, Sprache, Bilder sind Ausdruck des Subtextes. Die Differenzen zwischen Text und Subtext sind der Stoff, aus dem sich Spannung gewinnen lässt. Einfache Übungen schaffen ein Bewusstsein für diese Unterscheidung, weiterführende Experimente und Übungen führen zu einer bewussteren Gestaltung des Subtextes.

  • Primat der Handlung

    Eine Theateraufführung ist kein Hörspiel. Die Personen handeln (und auch ihre Gespräche sind eine besondere Form des Handelns), und diese Handlungen müssen sichtbar sein. Geschickt entwickelte Handlungen sind eine große Hilfe, wenn man darstellerische Mängel ausgleichen muss. Am Beispiel scheinbar "handlungsarmer" Dialogpassagen wird die Entwicklung einer spannenden und dem Subtext angemessenen Handlung geübt.

  • Dramatische Bilder im Bühnenraum

    Der Zuschauer sieht Bilder, und auch diese Bilder sind Ausdruck des Subtextes. Bewusster Aufbau von Bildern schafft Spannung. Die Teilnehmer experimentieren mit Bildern für unterschiedliche Situationen und werden dazu geführt, auch außergewöhnliche Bilder zu wagen.

  • Dramatische Rhythmisierung

    Die Abfolge von Handlungen, die Bewegungen von Personen, Textpassagen - alles gliedert den Fluss des Bühnengeschehens in einzelne Abschnitte, deren unterschiedliche Gestaltung dabei helfen, das gesamte Stück zu rhythmisieren und damit dramatische Spannungen zu entwickeln. Geübt wird diese Rhythmisierung am Beispiel einer längeren Textpassage und der Abfolge einzelner Bilder und Handlungen. Am Ende sollen die im Seminar gewonnenen Erkenntnisse in einer kurzen Szene umgesetzt werden.

mail@heiner-schnitzler.de

Theaterpädagogik - Darstellungsästhetik